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Wie entsteht eine gute Lern-Atmosphäre im Golfunterricht?


Von Michel Monnard

Der neurale Weg im Gehirn für Stressbewältigung und für Lernen ist der gleiche. Mark Brackett, Yale Center für Emotionale Intelligenz.

Lernmethoden dürfen deswegen keine Frustration, Einschüchterung oder Stress beim Golfer provozieren, sonst wird das Lernen unterdrückt.

Für einen Lehrer, in unserem Falle im Golfunterricht, ist es nicht immer einfach, die Emotionen aus dem Lernprozess zu eliminieren.

Erwartungshaltungen sind Teil eines Menschen. Das tägliche Leben ist voll von Druck, Zielen, Erwartungshaltungen. Ein Neugolfer kann sozialen Druck vom Lebens-Umfeld als Stress empfinden. So sind Erwartungshaltungen allgegenwärtig.

Was wir deswegen versuchen zu fördern, ist das Verständnis, dass Golf lernen nicht das Gleiche ist wie einen Tisch zu decken. Einen Tisch decke ich einmal, dann bleibt er gedeckt. Beim Bewegungslernen muss das Gehirn neurale Verbindungen erstellen. Diese Verbindungen zu erstellen ist eine Sache, es braucht eine gewisse Menge an Wiederholungen.

Und immer wenn Wiederholungen angesagt sind, werden wir mit Misserfolg und positiven Ereignissen konfrontiert. Dass da Wertung entsteht, erscheint eine logische Folge zu sein.

Der erste Satz dieses Artikels besagt, dass wir im Lernen also eine Einstellung schaffen müssen, die nicht wertend, behindernd oder frustrierend ist. Denn dadurch wird der Lerneffekt reduziert/eliminiert.

Golfer merken das, wenn Sie in aller Ruhe auf der Range ausprobieren. Nach dem Motto, mal sehen wie der Ball fliegt, wenn ich so und so mache. Diese Einstellung ist wie in einem physikalischen Experiment: Offener Ausgang. Es ist einfach ausprobieren und akzeptieren was passiert.

Keine Behinderung, kein Stress wenn es schief geht, denn die Ausgangslage war ja ohne Erwartungshaltung.

Es ist Teil unseres Unterrichts dem Golfer beizubringen, welche Einstellung hilfreich und welche hinderlich ist wenn er übt.