Pro-Tipp 11: Spiel mit den Eisen
Beim Golfspielen ist leider nicht viel Möglichkeit Anlauf zu holen um den Ball möglichst weit zu spielen. Also irgendwo her muss also die Kraft kommen, die den Ball bei Profispielern auf unglaubliche 300 m befördert.
Auf unserem Foto welches ich in einem Golfkurs für Fortgeschrittene aufgenommen habe, sehen Sie sehr gut, wie die eigentliche Kraft aufgebaut werden sollte.
Bei Birgit und Ronnie haben wir erst am stabilen rechten Bein gearbeitet. Der Golfschüler soll lernen, die rechte Seite und speziell das rechte Bein quasi als Rammbock zu benutzen. Unser Zug ist in diesem Falle die linke Schulter, die dann gegen das fixierte rechte Bein dreht. Dadurch dreht sich die Hüfte und der Oberkörper. Die stabile Haltung der beiden Füsse ist ein wichtiger Punkt, denn der Körperschwerpunkt verschiebt sich bis an den rechten Fuss - genauer beschrieben, genau auf die Innenseite des rechten Fusses. Wenn Sie bei Birgit genau auf den rechten Fuss schauen, sehen Sie, dass der Schwerpunkt fast ein bisschen am Aussenfuss ist. Bei Ronnie hingegen klar auf dem Innenfuss. Dies ist wichtig, weil bei der Beschleunigung in Richtung Ball auch der Schwerpunkt wieder über die Mitte hinaus zurück bewegt werden muss. Je weiter rechts nun also der Schwerpunkt liegt, desto schwerer wird es das richtige Timing zum Treffpunkt hinzubekommen. Je weiter der Weg, desto schwieriger das Timing.
Den Oberkörper betreffend geht es bei dieser Momentaufnahme darum, keinen "krummen" Oberkörper zu bekommen. Der Oberkörper sollte also senkrecht zum Boden stehen, mit dem Brustbein und dem Bauchnabel in gleicher Linie.
Was nun die Kraftproduktion in der Bewegung angeht, so sollte Ihre Körperhaltung einen möglichst grossen Unterschied zwischen Hüftdrehung und Oberkörperdrehung aufweisen. Dies bedeutet, wenig Hüftdrehung und viel Schulterdrehung. Bei unseren beiden Schülern ist dieser Unterschied aufgrund der "relativ" weiten Hüftdrehung noch gering, denn bei einem korrekten und effektiven Bewegungslernen geht es darum, erst die einzelnen Bewegungsteile zu erforschen und sich daran zu gewöhnen. Danach kommt der Spannungsaufbau. In diesem Moment habe ich auch das Bild gemacht. In diesem Stadium wurde bewusst auf den Kraftaufbau verzichtet. Sie sehen, dass weniger Spannung entsteht, dementsprechend auch weniger Geschwindigkeit produziert werden kann.
Denn es kommt nicht nur darauf an wie weit der Bogen gespannt wird, wichtiger ist, wie gross der Unterschied zwischen der Seite und dem Bogen ist. Ein erster Schritt im Bewegungslernen sollte also immer die Erfühlung der Bewegung sein. Golf ist Fühlen! Versuchen Sie also, diese Position wie auf dem Bild zu erarbeiten.
Ganz wichtig ist für unsere Leser zu verstehen, wie sie diese Tipps verarbeiten sollten! Speziell dieser Tipp - also die Körperhaltung und die Stabilisierung des rechten Beines - sollte für ältere und unbeweglichere Golfer nicht in jedem Details einfach nachgeahmt werden. Im Grundsatz ist es aber für alle Golfer wichtig, eine gesunde Körpergeografie anzustreben und auch die Kraft aus der "stabilisierten Verdrehung" zu gewinnen.
Wenn Sie Fragen haben, dürfen Sie uns gerne kontaktieren!
Wir würden uns sehr freuen, Sie in einem unserer Intensivkurse mit max. 2 Personen pro Lehrer unterrichten zu dürfen. Wir haben täglich 3 Stunden Unterricht. Dabei arbeiten wir erst ca. 45 - 75 min auf der Driving-Range und lernen dann die neuen Bewegungselemente auf dem Golfplatz umzusetzen. Sie lernen zu fühlen, selbständig zu trainieren, eigenständig Ihre Fehler zu finden, diese zu analysieren und zu verbessern - bis diese Fehler eleminiert sind.
Keep swinging, not hitting!
Ihr
Michel Monnard



Auf den hervorragenden Übungseinrichtungen wird Michel Monnard Ihre Trainingszeit effektiv und einmalig gestalten.