Abschlag-Übungen - 4 einfache Hilfen um den Driver weiter zu schlagen
Auf dieser Seite finden Sie vier einfache Hilfen um mehr Distanz vom Abschlag zu bekommen.
Den Golfball heutzutage mit den neuen Drivern den Fairway runterzuschlagen ist in der Tat eine herrliche Sache. Aber nahezu jeder Golfer hätte gerne ein paar Meter zusätzlich. Deswegen befolgen Sie folgende Tipps:
- Den Ball höher aufteen - wenn Sie einen guten Angriffswinkel an den Ball haben wollen, dann setzen Sie den Ball auf ein höheres Tee, so dass mindestens die Hälfte des Balles über den oberen Driver-Rand hinausragt. Wenn nicht sogar noch etwas höher.Im Unterricht benutze ich oft überlange Tees um den Schüler dazu zu zwingen einen steigenden Angriffswinkel zu produzieren und so mehr Abflughöhe zu bekommen.
- Schwingen Sie den Schläger beim Hochschwung langsamer und in einem weiteren Bogen von Ihnen weg. Nicht selten sehe ich Amateure, die den Schläger schnell hochschwingen und jeglicher Spannung ausweichen. Langsam und im weiten Bogen sind die Schlüsselgedanken. Sie müssen oben sowieso stoppen, also was nützt Ihnen ein schneller Rückschwung.
- Drehen Sie, Ihr Gewicht "hinter" den Ball, sprich nach rechts vom Ball (für Rechtshänder). Bleiben Sie nicht auf dem vorderen (linken) Fuss mit dem Gewicht. Das richtige Gefühl wäre dann, dass das Gewicht mit dem Schläger auf den rechten Innenfuss verlagert.
- Drehen lassen der Hände, erlauben Sie den Armen sich nach vorne zu strecken, anstatt sie sofort beim Treffpunkt anzuziehen. Die ideale Griffstärke auf einer Skala von 0 (der Schläger fällt zur Hand raus) und 10 (Dinosaurier-Würgegriff) liegt auf ca. 4 - 5.
Tipp 2 und 3:
Aufdrehen des Körpers und dann korrektes Zurückdrehen sind für die Geschwindigkeitsproduktion und Konstanz sehr wichtige Faktoren (siehe Bild 2 oben).
Die meisten Amateure tendieren dazu, die Hüften nach rechts zu verlagern anstatt den Oberkörper gegen einen fixierten Unterkörper zu drehen. Bei Bild 2 sehen Sie wie das Gewicht nach rechts verlagert. Je weiter sich der Körper weg von der Mitte bewegt, desto unkonstanter kann der Treffpunkt werden.
In Bild 3 können Sie sehen, dass mein Schüler gut aufgedreht hat, das Gewicht bleibt auf dem rechten Innenfuss und seine Schultern drehen gegen die stabilen Beine. Eine gute Drehung erlaubt es mir also, viel Spannung im Körper zu produzieren und diese dann in den Ball lösen zu können. Spannung ist also eine gute Sache...
Ein guter Gedanke für Sie kann also sein, dass Sie die Knie besser stabilisieren und mit den Schultern gegen die stabilieren Knie drehen. Die Bauch und Rückenmuskulatur wird sich sofort melden.
Das Einzige was ich an dieser Position bemängeln kann, ist dass mein Schüler sich mit dem Oberkörper etwas weit vom Ball weg bewegt. Dies haben wir aber korrigiert.
Tipp 4:
Das Strecken der Arme durch den Treffmoment bekommen Sie nicht durch absichtliches Langdrücken hin, sondern durch die richtige Linien- und Ebenenführung. Lassen Sie mich das mit Bildern erklären.
Im ersten Bild sehen Sie, dass das Schlägerblatt und die Hände nahe an der grünen Linie runter kommen. Das bedeutet, dass der Schläger in Richtung Ziel steht und deswegen auch, wie auf dem 2. Bild erkennbar, in Richtung Ziel arbeiten kann und die Arme aufgrund der Fliehkraft gerade nach vorne ziehen.
Die grosse Mehrheit der Amateure bringen den Schläger mehr von aussen an den Ball. Meistens weil sie Tiefe (ein Divot) suchen. Dann muss die Reaktion des Körpers durch den Treffpunkt ein Wegziehen der Arme und wenig bis gar keine Drehung der Hände bewirken. Dadurch fehlt Geschwindigkeit und Weite.
Auf dem linken Bild kommt der Schläger ein kleines bisschen mehr von innen. Der Schlägerkopf ist leicht unter der Linie. Der Schläger steht in dieser Position schon nach aussen. Die Fliehkraft kann nun den Schläger nach vorne bewegen und die Hände drehen, dadurch schliesst sich das Schlägerblatt. Die Startrichtung des Balles ist nach rechts.
Im Unterricht lernt der Golfer bei mir nicht nur durch Bilder zu verstehen was passiert, sondern wir kreieren auch das dazugehörige Gefühl durch kontrollierte Schwünge. So kann der Golfer sehen, dass die Veränderung auf den Videoaufnahmen sichtbar ist und er so die Kontrolle über den Ballflug übernehmen kann.
Und ganz nebenbei entsteht auch noch um einiges mehr an Distanz!









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