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Schaftkomponenten, die Ihr Spiel beeinflussen

Der Schaft Ihres Drivers - was muss ich wissen?

Die Zeiten sind vorbei, in denen man einen Golfschläger nach Gefühl und Aussehen ausgewählt hat. Richtig, der Schlägerkopf ist sehr wichtig, aber ohne richtigen Schaft und dem korrekt ausgewählten Griff werden Sie Ihr Ziel immer wieder verfehlen. Sei es Fairway oder Grün.

Der Schaft ist mehr als nur ein individuelles Schlägerteil. Er ist auch Teil von vielen Diskussionen. Mythen über die Flexstärken, über das Gewicht und die Länge sind nur ein kleiner Teil des Sammelsuriums.

Mythos 1: Ein längerer Schaft wird Ihre Distanz vergrössern - FALSCH

Ungefähr 90 % aller Driver die in den Shops verkauft werden, sind zu lang für den Clubgolfer und auch für viele PGA Tour Pros. Je länger der Schaft, desto schwieriger ist das Kontrollieren des Schlägerkopfes. Ein durchgeführter Test mit 50 Golfern aller Spielstärken hat ergeben, dass Driver mit 43 Zoll fast 1 Meter länger abschlugen als der 45 Zoll Schaft. Es ist auch eine Tatsache, dass der durchschnittliche Golfer einen Driver mit einem 45,75 Zoll langen Schaft spielt und dass Tour Pros 44,5 Zoll als Mittelwert haben.

 

Mythos 2: Es gibt einen Golfindustrie-Standard was den Flex des Schaftes angeht - FALSCH

Der Flex eines "stiff" Schaftes von einem zum anderen Hersteller sind unterschiedlich. Es gibt nicht zwei Schäfte, die gleich sind. Dies hat mit der Art zu tun, wie Grafitschäfte gemacht werden. Der Flex eines Schlägers kann heutzutage besser mit der Schwunggeschwindigkeit bestimmt werden.

 

Flex und Verbiegung

Über die Jahre hinweg haben so viele veröffentlichten Studien festgestellt, dass ein Schaft die Energie während des Rückschwunges "auflädt", um dann im Abschwung diese Energie wieder zu "entladen". Wenn das der Fall wäre, würde heute doch jeder Golfer einen unglaublich flexiblen Schaft benutzen. Dabei würde er sehr viel Präzision verlieren.

Um zu verstehen, wie ein Schaft funktioniert, müssen Sie 4 Aspekte berücksichtigen:

Erster Flex
Der erste Flex war bekannt als generelle Resistenz gegenüber dem Verbiegen. Auf den Golfschäften geben Buchstaben Informationen über diesen Fakt. A, L, R, S und X. Heutzutage wird der Flex aber mehr durch Ihre Schwunggeschwindigkeit bestimmt, denn die Schaft-Flexe sind von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich.

L, A und R für Schwungeschwindigkeiten langsamer als 136 km/h
S und X für Schwungeschwindigkeiten schneller als 136 km/h

Verbiegungs-Profil
Dies gibt die Verteilung von Festigkeit oder Steife in der Schaftlänge an. Ich bin sicher, Sie haben schon von einem Kick-Point eines Schaftes gehört. Ein Schaft hat 3 verschiedene Flex-Regionen. Griff, Mitte und der Bereich vor dem Hosel, Tip genannt. Es ist wichtig all diese 3 Bereiche zu messen, wenn man einen Schaft fitten möchte. Es gibt 27 verschiedene Kombinationen dieser Flexpunkte, und eine Kombination wird zu Ihrem Spiel passen.

 

Torque - Verdrehung
Dieses Wort beschreibt die Verbiegungsresistenz eines Schaftes wärend des Abschwunges. Dies verhindert das Verdrehen des Schlägerblattes im Treffmoment und könnte bewirken, dass die Bälle in alle Richtungen davon fliegen. Faktoren, die das Verdrehen verursachen sind:

  • Der Schwerpunkt im Schlägerkopf - je weiter weg der Schwerpunkt vom Schaft, desto grösser ist die Chance auf Verdrehen
  • Die Schlägermasse - je grösser die Masse, desto mehr Verdrehung entsteht
  • Die Verdrehungs-Stärke des Schaftes - ein steifer Schaft wird sich weniger verdrehen
  • Der Schwung des Golfers - Verdrehung entsteht je nachdem wie viel der Golfer den Schläger durch den Treffpunkt "laufen" lässt


Gewichtsverteilung

Dieser Ausdruck beschreibt, wie das Gewicht im Schaft verteilt ist. Ein Schaft kann "Griff-schwer", ausbalanciert in der Mitte oder "Hosel-Schwer" sein. Sie haben sicher schon jemanden hören sagen, ich mag den Schläger weil er einen schwereren Kopf hat und das hilft mir beim Release durch den Treffpunkt. Das bedeuted, der Schläger ist "Tip-Schwer". Die verschiedenen Gewichtsverteilungen werden die Kontrolle und Präzision wie auch das Gefühl verändern, dass Sie beim Schwingen empfinden.

In anderen Worten, wenn Sie einen neuen Schläger finden, und sagen... ich mag das Gefühl wenn ich den Schläger spiele, dann ist das auf die Kombination von Verdrehung, Gewichtsverteilung, erster Flex und dem Verbiegungsprofil des Schlägers zurück zu führen.

Wenn wir alle diese Faktoren verstehen, können wir Ihnen bei der Schlägerauswahl behilflich sein und die bestmöglichste Lösung für Sie finden.

Wenn Sie also Probleme mit einem Ihrer Schläger haben, kann es gut sein, das wenn wir einen kleine Faktor verbessern, sich das sofort auf Ihre Resultate auswirkt.

 

Die Wichtigkeit des Schaft-Fittings

Jetzt wo wir auf all diese individuellen Komponenten eingegangen sind, geht es darum, den richtigen Schaft für Sie zu finden. Ich hoffe, dass Sie in Zukunft mit offeneren Augen durch die Schlägerregale laufen.

Jeder Golfer hat einen anderen Schwung, deswegen ist es wichtig zu verstehen, welche Schwungbereiche Ihren Schaft beeinflussen. Drei wichtige Bereiche können die Leistung Ihres Schaftes beeinflussen.

  1. Wechsel von Rückschwung zu Abschwung (also im höchsten Schwungpunkt)
    Dieser Wechsel wird die Verbiegungsstärke des Schaftes beeinflussen und das Gefühl im Abschwung prägen, das Sie vom Schläger bekommen.
  2. Abschwung Geschwindigkeit und Beschleunigung
    Dies ist die Geschwindigkeit, mit der Sie den Schlägerkopf zum Treffpunkt beschleunigen. Sie finden hier 3 verschiedenen Beschleunigungsbereiche: Sanft, Durchschnittlich und Schnell.
  3. Handgelenk-Anwinklung
    Das ist der Moment im Golfschwung, wo die Handgelenke sich vom Abknicken lösen und den Schlägerkopf laufen lassen. Auch hier gibt es drei verschiedene Momente: frühes, mittleres und spätes Lösen. Der Release wird die Flughöhe und die Präzision beinflussen.

Nur wenn wir diese Faktoren kennen, können wir genau sagen, welcher Schaft Sie brauchen. Alle einzelnen Kompontenten müssen in Harmonie zueinander stehen um eine optimale Kombination für Sie zu finden.

 

 

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