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Pro-Tipp 4: Golf unter Druck

.. und der Flightpartner ist Greg Norman (damals die Nr. 1)

Mir reicht eigentlich schon der Gedanke an Greg Norman um meinen Puls zum Trommelwirbel werden zu lassen. Adrenalin lass nach - Acetylcholin bitte.

Was macht der Körper in solchen Situationen? Hier einige Zeilen von unserem Golflehrer William Guy, der für uns im De Zalze Golf Estate in Stellenbosch/Kapstadt unterrichtet:
"Dies ist die typische 'first tee nervs-Geschichte" aber mit einer Extraportion Chili.

 

william_guy_closeMeine Erfahrung im Umgang mit dieser Situation war wunderbar! Ich war eigentlich nervöser als ich am ersten Abschlag zur ersten Proberunde stand. Das war der Moment, in welcher mich endlich die Realität eingeholt hat. Die Open-Qualifikation heutzutage ist furchtbar schwierig, die Konkurrenz ist gross.

Aber die ganze Nerven-Situation wird einfacher im Laufe der Woche. Der Körper gewöhnt sich daran.

In der letzten Runde war ich mit Greg Norman im Flight. Ich glaube, er war damals die Nr. 1 der Welt (Muirfield 1992). Das war eine neue Herausforderung für mich. Und ich freute mich über all die Dinge, die auf mich zukamen. Es war wie mein eigener Test, ich testete mich selbst. Und genau diese Einstellung half mir, mit dem "Druck" des ersten Abschlages am British Open klarzukommen.
Das zweite Mal spielte ich 1993 in Royal St. George. Diesmal gewann Greg Norman. Das zweite Mal l war für mich auch deutlich einfacher.

 

william_guy_finishEin Freund von mir, der sich ebenfalls zum ersten Mal qualifizierte, ist mit der erhöhten Drucksitution nicht zurecht gekommen. Und das, obwohl er länger und mehr auf der Tour spielte als ich. Wir spielten einige Übungsrunden zusammen. Die Angst vor dem Versagen führte ihn zum Psychologen. Dieses Unbehagen, ja sogar die Angst, verfolgte ihn während der beiden ersten Runden - er wollte aufgeben, so schlecht fühlte er sich.

Ich verstehe jetzt, dass die chemische Substanz die im Körper freigesetzt wird, bei Angst, Nervosität und normaler Anfangsaufregung die gleiche ist (Adrenalin). Der Unterschied ist der Kopf. Der bessere Spieler wird dieses Gefühl dazu nutzen, positiv zu denken, sich gut zu fühlen... er würde sich als "aufgepumpt" und startklar beschreiben.

Der ängstlichere Spieler wird sicherlich eher mit negativen Gedanken zu kämpfen haben. So entsteht oft die Spirale, die dann nach einigen Löchern in einem Desaster endet."

 

 

Wer nun ein guter Spieler werden möchte, muss sich mit diesen Drucksituationen auseinander setzen. Arbeiten Sie bei Ihrem Spiel vor allem an Vertrauen. Sie müssen Ihrem Golfschwung vertrauen. D.h. auf der Driving-Range sollte sich Ihr Schwung gut anfühlen, Sie sollten merken, wie Ihre Schläge gleichmässiger werden. Die Balance besser wird, die Schwunggeschwindigkeit gleichmässiger und kontrollierter wird. Dadurch werden Sie auf jeden Fall mehr Sicherheit gewinnen. Diese Sicherheit wird Ihnen die Möglichkeit geben, sich auf den ersten Abschlag zu freuen!

 

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