Wie Golflehrer in Asien mit dem Wissen aus Europa ausgebildet werden (Teil 2)
20 / 11 / 2009
Nach unserem Blitzausflug nach Indien, flogen Director of Instruction Phil Kenyon und Level 2 Accredited Instructor Michel Monnard weiter nach China ins Palm Island Golf Resort um dort einen weiteren Level 1 und einen Level 2 Kurs durchzuführen.
Der Headpro und Director of Golf ist ein Amerikanischer Golflehrer, Shay Smart. Sein Vize ist der Südafrikaner Chris Marrs. Beide sprechen Sie hervorranged Mandarin und arbeiten seit 4 resp. 2 Jahren in China. Beide haben Grosses vor im Land des Lächelns.
Golflehrer mit einer fundierten Ausbildung sind hier rar, das Wissen aus den USA oder Europa kommt vor allem der Jugend zu Gute. Shay Smart hat nicht umsonst seine Aufmerksamkeit mehr auf den Aufbau des Kinderjungend-Programmes gerichtet, denn in den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass Golf für China ideal ist. Golf erzieht, Golf zwingt zu Konzentration, Golf fördert – wenn richtig aufgezogen – die Bewegungsmuster der Kinder, Golf kann lange gespielt werden, Golf ist international und Englisch wird so keine Fremdsprache, sondern eine ganz normale Umgangssprache.
Nach meinen Erfahrungen mit dem TPI Level 2 Juniorkurs war ich natürlich sehr interessiert an den Vorgehensweisen von Shay und Chris hier. Ein Punkt, der mir besonders ins Auge stach war wie die Kinder auf Umgangsformen erzogen werden. Wenn man jemanden grüsst, nimmt man das Baseballcap ab oder man hält den Erwachsenen die Tür auf, man wünscht sich ein schönes Spiel und lernt die Konzentrationszeit der anderen zu respektieren. Wichtige Lektionen auf dem Weg in ein Erwachsenenleben.
Was unsere Putting-Ausbildungskurse angeht, so sind diese auf dem neusten Stand der Wissenschaft. Die Arbeit auf der Europäische PGA Tour zwingt uns dazu, regelmässig Anpassungen im technischen Bereich und vorallem dem didaktischen Teil wird grossen Wert beigelegt.
Phil Kenyon gehört zu der neuen Sorte der Golflehrer, die sich seit Jahren auf einen Bereich spezialisiert haben und clever genug waren, sich im Spitzensport zu behaupten und nicht einer der zahlreichen Tretminen zum Verhängnis zu werden, die auf dem Weg nach oben im Weg stehen.
Phil Kenyon arbeitet zur Zeit ausführlich mit Henrik Stenson, Darren Clarke, David Howell, David Horsey und Oliver Fisher. Die weniger bekannten Namen sind aufstrebende Junge Golfer, die den Schritt in die Top 150 in Europa geschafft haben und nun versuchen sich am grossen Preisgeldkuchen ein Stückchen abzubeissen. Er besucht jährlich ca. 24 Events auf der Europäischen PGA Tour, den einen oder anderen Event auf der US PGA Tour und bietet viele Seminare für nationale PGAs an, die auf sein Wissen bauen um ihre eigenen Golflehrer weiterzubilden.
Golflehrer haben in den vergangenen Jahren immer mehr Weiterbildung im langen Spiel gemacht. Ein Beweis dafür ist, dass die „Langspiel-Coaches“ viel bekannter sind als die „Kurzspiel-Coaches“.
Das Ausbildungsprogramm für Golflehrer um sich im Putten zu spezialisieren dauert 2 Tage. Level 1 ist eine Grundausbildung, bei dem es um Prinzipien und Lösungen geht. Ebenfalls um Clubfitting und den Gebrauch der heute modernen Video-Software und Hardware.
Level 2 ist ein Muss für jeden Golflehrer, der Unterricht ernst nimmt. Es wird nach dem Cause & Effect System unterrichtet. Nicht eine Methode soll im Vordergrund stehen, sondern dem Spieler Lösungen individuell auf seine Probleme anbieten zu können. Durch den korrekten Gebrauch der Analysetools wie Sam Puttlab, Videoaufnahmen, Ballroll-Aufnahmen sowie Hintergrundinformationen vom Spieler (Ziele, Absichten etc.) bekommt der Golflehrer eine bessere Idee von dem was tatsächlich abläuft.
Die Ausbildung in Level 2 gehört zum Besten was ich bis jetzt gesehen habe. Es geht darum Unmengen von Informationen aus Sam Puttlab, Videoaufnahmen etc zu verarbeiten und dem Spieler nur die notwendigsten Informationen zu geben, die den Grund für den Fehler eliminieren. Nur den Fehler zu eleminieren nützt nicht viel, denn der Spieler würde in kurzer Zeit wieder in die gleichen Muster verfallen. Diese Unterrichtsart stellt für den Golflehrer ein perfektes Tool dar, er muss aber sicherstellen, dass er die Materie komplett versteht und die Beziehungsmuster zwischen Problemen und Lösungen kennt.
Eine enorme Aufgabe, wenn man in Betracht zieht, dass die Aufgabe des Lehrers umso schwieriger wird, desto mehr Anfänger der Golfer ist. Irgendwann kommt dann der Schnittpunkt, wo Cause & Effekt nicht mehr im gleichen Sinne angewandt wird wie bei guten Spielern. Dann geht es erst einmal darum ein gutes Setup zu produzieren, welches dann konstantere Putts produziert.
In der Golflehrer-Ausbildung geht es also darum, dem Golflehrer erst ein Basiswissen zu vermitteln, Lösungen für verschiedene Probleme vorzuschlagen. Dann geht es darum, die Messlatte höher zu legen und den Golflehrern die Analysetools zu verbessern, das Feinwissen zu testen und eine Verbesserung des Fachwissens im Laufe der kommenden zwei Jahre näherzulegen. Nur so kann der Golflehrer ein Puttspezialist werden, der die Materie von Grundauf kennengelernt hat.
Nationale PGA Verbände unterstützen unsere Vorhaben. Sie geben sogenannte CDP Punkte (Continous Development Points) für unsere Kurse um den Golflehrern einen weiteren Anreiz zu geben, diese Kurse zu besuchen.
Die Erfahrungen dieser bald 6 Wochen dauernden Reise sind gross und werden mir sicherlich helfen, mehr aus meinem Unterricht zu machen und gezielter mit meinen Schülern an deren technischen Fähigkeiten arbeiten zu können.
Ein Lehrer sollte nie aufhören zu lernen!














Auf den hervorragenden Übungseinrichtungen wird Michel Monnard Ihre Trainingszeit effektiv und einmalig gestalten.